Jobcenter Landkreis Lörrach
25.02.2012 / Presseinformation Nr.: 10

Teilzeitberufsausbildung: Jobcenter fördert beruflichen Wiedereinstieg von Frauen

Im Landkreis Lörrach beziehen derzeit über 1100 alleinerziehende Frauen Leistungen zum Lebensunterhalt. Von ihnen haben mehr als 700 keinen Berufsabschluss, davon ist ein Drittel unter 30 Jahren. Vor allem junge Mütter gehen häufig ohne Ausbildung in die Familienphase und verlieren danach den Anschluss für den Wiedereinstieg. Eine qualifizierte Berufsausbildung ist jedoch eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration auf dem Arbeitsmarkt. Nur leider für Mütter nicht immer einfach zu realisieren.

Das durch Jobcenter und EU-Mittel finanzierte Projekt TaF – Teilzeitausbildung für Frauen mit Kindern der Fördergesellschaft der Handwerkskammer Freiburg möchte Abhilfe schaffen und diesem Personenkreis neue Perspektiven geben

11 Frauen werden seit Anfang April individuell betreut, Kompetenzen werden herausgefiltert, Probleme, die einer Ausbildung im Wege stehen, werden gemeinsam analysiert. So gehört nicht nur das Erstellen von professionellen Bewerbungsunterlagen zum Coaching, auch für Fragen zur Kinderbetreuung werden Lösungsansätze geboten. Liegen die Rahmenbedingungen vor, beginnt die gemeinsame Suche nach einem Ausbildungsplatz, welcher Eignung und Neigung der Teilnehmerinnen berücksichtigt. Das Team, bestehend aus Projektleiterin Ina Rosenthal und der Lehrerin Beate Ahrweiler-Heinrich, greift dabei auf jahrelange Erfahrungen, ein gut ausgebautes Netzwerk und einem bereits bestehenden Pool von Betrieben zurück, die Interesse an dem Projekt geäußert haben.

„Für Betriebe stellen unsere Frauen definitiv einen Gewinn dar. Sie wissen, was sie möchten. Im Vordergrund stehen das Ziel der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und die Verwirklichung des Wunsches einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Lebenserfahrung, starke Motivation, Ehrgeiz und natürlich Organisationstalent sind weitere Eigenschaften, mit denen unsere Teilnehmerinnen punkten können.“ erklärt Ina Rosenthal, Projektleiterin von TaF. Für teilnehmende Betriebe bietet Ausbildung in Teilzeit nicht nur einen Imagegewinn als familienfreundliches Unternehmen, sondern auch eine Kostenersparnis durch die Verringerung der monatlichen Vergütung. Unternehmen, die bislang aus finanziellen Gründen nicht ausbilden konnten, erhalten dadurch die  Möglichkeit den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern und auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Ausbildungserfolg hat oberste Priorität. Um diesen zu gewährleiten bietet das Team von TaF auch während der Ausbildung Unterstützung in Form von Beratungen, Sprechstunden und Nachhilfe bei Schwierigkeiten in der Berufsschule an. Nicht nur die Frauen werden über den gesamten Zeitraum der Ausbildung weiterhin nach Bedarf betreut, auch für die Betriebe steht man als Ansprechpartner zur Seite.

Um an dem Programm teilnehmen zu können, müssen die Alleinerziehenden Arbeitslosengeld II beziehen und einen Schulabschluss vorweisen können. „Ausbildung ist die wichtigste Voraussetzung für die Integration in den Arbeitsmarkt. Das Jobcenter möchte Alleinerziehenden helfen, beruflich Fuß zu fassen und einen Abschluss zu erlangen. Über die Betreuung vor und während der Berufsausbildung durch das Programm TaF werden die bestmöglichen Grundlagen geschaffen, auch mit Kind den Wunsch nach Unabhängigkeit zu realisieren.“ so Ninja Wildemann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Lörrach.

Betriebe, die Interesse haben, in Teilzeit auszubilden können sich direkt mit Ina Rosenthal unter ina.rosenthal@foege-hwk.de in Verbindung setzen, um weitere Informationen zum Programm zu erhalten. Interessierte Mütter ohne Berufsausbildung wenden sich an Ninja Wildemann unter ninja.wildemann@jobcenter-ge.de.

 

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